Für die Beschreibung der Welt der handelnden Personen ist entscheidend, dass alle Bewertungen und Klassifikationen der einbezogenen Entitäten ausschließlich aus der Binnenperspektive des Helden, also der Hauptfigur des Märchens, vorgenommen werden. Alle im Rahmen der Typologisierung entwickelten Kategorien der handlungstragenden Figuren beziehen sich folglich auf diesen Orientierungspunkt.
Aus der Perspektive der Heldenfigur lassen sich drei Kategorien von Zugehörigkeiten unterscheiden:
1. die Welt der Einheimischen,
2. die Welt der Auswärtigen,
3. die Welt der Neutralen.
Die ›Welt der Einheimischen‹ ist die Herkunftswelt des Helden. Sie ist durch familiäre Strukturen geprägt, deren Mitglieder aufgrund gemeinsamer Abstammung einem wechselseitigen Heiratsverbot unterliegen. Selbst wenn das Gebot der Exogamie entfällt, bleibt die gemeinsame Herkunft das konstitutive Moment, das die Zugehörigkeit zu einer geteilten sozialen Welt begründet.
Der Welt der Einheimischen steht die ›Welt der Auswärtigen‹ gegenüber. Sie bildet jenen Raum, aus dem der Held und seine Angehörigen das beziehen können, was in der eigenen Welt fehlt – und umgekehrt: Auch die Vertreter der Auswärtigen Welt kompensieren ihre Defizite durch den Zugriff auf Ressourcen der Welt des Helden. Diese komplementäre Beziehung ist strukturell auf Austausch und Konflikt angelegt.
Die ›Welt der Neutralen‹ ist durch das Fehlen eigener Interessen gekennzeichnet; ihre Vertreter dienen den Interessen der beiden übrigen Welten, indem sie Prozesse ermöglichen oder unterstützen, ohne selbst zielbestimmend zu sein.
In diesen welten vertreten die Figuren ihre Familie, Stand (Generation) dieser Familien, soziale Status in der Familie, ihre Moralische Werte und Geschlecht.
M (Moral) = {r, f, o}
r = moralis richtig handelnde Person
f = moralis falsch handelnde Person
o = reaktiv handelnde Person
S (Stand) = { E, J, H, U}
E = Eigentlicher Namenträger des Familie
J = Junior
H = Herr
U = Ur-Herr
F (Familie) = {HD, PP, OB, AN, VM, HF)
HD = Familie des Helden
PP = Familie des potenzielen Partners
OB = Familie des Zielobjektes
AN = Familie des Antagonisten
HD = Familie des Vermittlers
HD = Familie des Helfers
t (Status) = {e, a, i, p, g}
e = Etalon
a = Analog
i = Ident
p = Pendant
g = Gut (Besitz)
G (Geschlecht und Numerus) = {m, M, w, W, y, Y, x, X, u, U}
m = eine männliche Person,
M = mehrere männliche Personen,
w = eine weibliche Person,
W = mehrere weibliche Personen,
x = weibliches anthropomorphisches Wesen
X = mehrere weibliche anthropomorphische Wesen
y = männliches anthropomorphisches Wesen
Y = mehrere männliche anthropomorphische Wesen
u = ein Tier oder eine Sache,
U = mehrere Tiere oder mehrere Sachen.
Insgesamt ergeben sich aus den fünf Parametern R = (M, S, F, t, G) genau 2.160 mögliche Kombinationen. Diese lassen sich in vier Kategorien einteilen:
1. Häufige
2. Seltene
3. Wahrscheinliche
4. Unwahrscheinliche
Zur fehlerfreien Orientierung innerhalb der Klassifikation gelten folgende grundlegende Regeln:
1. Die Zuordnung jeder handelnden Figur zu einer bestimmten Familie erfolgt ausschließlich nur aus der Perspektive der Heldenfamilie (›HD‹).
2. Die Zuordnung zum Stand erfolgt aus der Perspektive des jeweiligen eigentlichen Vertreters des Familie (›E‹).
3. Die Zuordnung zum Status innerhalb des Standes erfolgt aus der Perspektive des jeweiligen Etalon-Statusträgers innerhalb des Standes (›e‹).
4. Für Zuordnung der Handlung zu bestimmte moralische Kategorie gilt folgende Regel:
4.1. Eine Handlung gilt als moralisch richtig, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
4.1.1.Der Vertreter der Welt der Einheimischen handelt zugunsten der eigenen Welt.
4.1.2.Der Vertreter der Welt der Auswärtigen handelt zugunsten der eigenen Welt.
4.1.3.Der Vertreter der Welt der Neutralen handelt zugunsten des moralisch richtig handelnden Vertreters der Welt der Einheimischen oder des moralisch falsch handelnden Vertreters der Welt der Auswärtigen.
4.2. Eine Handlung gilt als moralisch falsch, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:
4.2.1.Der Vertreter der Welt der Einheimischen handelt zulasten der eigenen Welt.
4.2.2.Der Vertreter der Welt der Auswärtigen handelt zulasten der eigenen Welt.
4.2.3.Der Vertreter der Welt der Neutralen handelt zugunsten des moralisch richtig handelnden Vertreters der Welt der Auswärtigen oder des moralisch falsch handelnden Vertreters der Welt der Einheimischen.
Im Folgenden werden die am häufigsten anzutreffende Variationen der Rollen betrachtet.
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Rolle |
Moral |
Stand |
Familie |
Status |
Geschlecht und Nummerus |
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rEHDem |
moralisch richtig handelnder |
Eigentlicher |
HELD |
etalon |
eine männliche Person |
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Männlicher Heldenfigur |
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fEHDaM |
moralisch falsch handelnder |
Eigentlicher |
HELD |
analog |
mehrere Männliche Personen |
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Üblicherweise handelt es sich um mehrere – meist zwei – gleichgeschlechtliche männliche Geschwister, die sich falsch verhalten. |
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fEHDaW |
moralisch falsch handelnde |
Eigentliche |
HELDin |
analog |
mehrere Weibliche Personen |
|
|
Üblicherweise handelt es sich um mehrere – meist zwei – gleichgeschlechtliche weibliche Geschwister, die sich falsch verhalten. |
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rEHDim |
moralisch richtig handelnder |
Eigentlicher |
HELD |
ident |
eine männliche Person |
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Im Märchen ATU 303 – Die zwei Brüder tritt ein Zwillingsbruder als ident auf, der sich auf den Weg macht, um seinen Bruder zu retten, nachdem dieser von der Hexe in Stein verwandelt wurde. Der gerettete Bruder wird seinerseits als etalon bezeichnet, gilt jedoch als dem Identischen gleich. Beide zusammen werden als rEHDiM bezeichnet. |
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rJHDem |
moralisch richtig handelnder |
Junior |
HELD |
etalon |
eine männliche Person |
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Typische Funktionen, die er in diesem Rahmen übernimmt, sind Befreiung des leidenden Helden (ATU 707 – Die drei goldenen Kinder), Wiederherstellung des abgebrochenen Kontaktes zwischen den Personen (ATU 938 - Placidas) oder die Spende des neuen Lebens auf Kosten des eigenen (ATU 516 – Der treue Johannes). |
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oJHDiw |
moralisch reaktiv (o) handelnder |
Junior |
HELD |
ident |
eine weibliche Person |
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Z.B. Eine kämpfende Junior-Heldin aus dem Märchen ATU 707 – Die drei goldenen Kinder. Während der Junior-Held bei der Suche nach magischen Gegenständen scheitert und versteinert wird, besteht die Schwester (Junior-Heldin) die Probe, rettet den Bruder und rehabilitiert ihre zuvor gedemütigte Mutter. |
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rEHDpm |
moralisch richtig handelnder |
Eigentlicher |
HELD |
pendant |
eine männliche Person |
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Ein in der Wildnis ausgesetzter Junge, der vom König adoptiert und gemeinsam mit dem Prinzen aufgezogen wird. Er beteiligt sich aktiv an der Suche nach der Schönen (z. B. ›ATU – 516 Der treue Johannes‹). |
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rEHDpY |
moralisch richtig handelnder |
Eigentlicher |
HELD |
pendant |
mehrere männ. anthro-pomorphische Wesen (Y) |
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Drei Ungeheuer-Brüder, deren Mutter vom Etalon-Helden zur angenommenen Mutter gemacht wird, indem er als Zeichen der Bindung von ihrer Brust saugt. (z.B. ›EbBo 89 –Die drei Zitronenmädchen‹) |
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fEHDpw |
moralisch falsch handelnde |
Eigentliche |
HELDin |
pendant |
eine weibliche Person |
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Neidische Stiefschwester der weiblichen Etalon-Heldin. Diese Konstellation erscheint z. B. in den Märchentypen ›ATU 403 – Die weiße und die schwarze Braut‹, ›ATU – 510A Aschenputtel‹ u. a. |
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fEHDpM |
moralisch falsch handelnde |
Eigentliche |
HELD |
pendant |
mehrere Männliche Person |
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Vom Etalon-Helden durch Schwurbruderschaft aufgenommene Weggefährten, die ihn nach der Befreiung der vom Antagonisten geraubten Prinzessinnen im Stich lassen (›ATU – 301 - Die drei geraubten Prinzessinnen‹). |
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fEHDpm |
moralisch falsch handelnde |
Eigentliche |
HELD |
pendant |
eine männliche Person |
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Als Anwärter auf die Rolle des Etalon-Helden tritt etwa der im Gebüsch versteckte Kutscher, General oder ein anderer Höfling auf, der den schlafenden Helden heimtückisch tötet (oder töten will), um anschließend den Sieg über den Drachen für sich zu beanspruchen und die Hand der Prinzessin zu fordern (›ATU 300 – Drachentöter‹). |
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rHHDem |
moralisch richtig handelnder |
Herr des |
HELDen |
etalon |
eine männliche Person |
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Biologischer Vater des Helden / der Heldin |
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rHHDew |
moralisch richtig handelnde |
Herrin des |
HELDen |
etalon |
eine weibliche Person |
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Biologische Mutter des Helden / der Heldin |
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fHHDpw |
moralisch falsch handelnde |
Herrin des |
HELDen |
pendant |
eine weibliche Person |
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|
Stiefmutter des Helden / der Heldin |
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oHHDem |
moralisch reaktiv (o) handelnder |
Herr des |
HELDen |
etalon |
eine männliche Person |
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Diese Figur erscheint häufig als ein von seiner zweiten Frau manipulierter Ehemann, der die Interessen des Helden zunächst missachtet. Im Verlauf der Handlung vollzieht er jedoch einen Wandel und wird schließlich zum bereuenden und fürsorglichen Vater. |
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fUHDem |
moralisch falsch handelnder |
Ur-Herr des |
HELDen |
etalon |
eine männliche Person |
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Diese Figur erscheint typischerweise als König, der die Geburt des künftigen Helden zu verhindern sucht, um einem prophezeiten Tod zu entgehen. Sie tritt meist episodisch im Prolog der Heldengeschichte auf. |
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rEPPew |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliche |
Potenzielle Partnerin |
etalon |
eine weibliche Person |
|
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Die Figur, die für den Helden potenziell als Ehepartnerin in Frage kommt, etwa die vom Helden befreite Königstochter, die zuvor als Tribut einem Drachen geopfert werden sollte. |
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rEPPem |
moralisch richtig handelnder |
Eigentlicher |
Potenzielle Partner |
etalon |
eine männliche Person |
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Z.B. Tier Bräutigam im Märchen ATU 425 – Die Suche nach dem verlorenen Ehemann |
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fEPPaW |
moralisch falsch handelnde |
Eigentlicher |
Potenzielle Partnerinnen |
analog |
mehrere weibliche Personen |
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Erzählungen, in denen die jüngste Königstochter (rEPPew) um den verschleierten Helden mit dem goldenen Haar wirbt, während ihre älteren Schwestern Ministersöhne bevorzugen. In diesem Fall ergeben sich folgende Konstellationen: ›rEPPew‹ und ›fEPPaW‹ für die weiblichen Figuren, während die Ministersöhne durch die Heirat in den Stand der Eigentlichen Helden unter dem Status Held-Pendant überführt werden (›fEHDpM‹). |
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rHPPem |
moralisch richtig handelnde |
Herr der |
Potenziellen Partnerin |
etalon |
eine männliche Person |
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Vater der vom Helden befreite Königstochter, die zuvor als Tribut einem Drachen geopfert werden sollte. Die Hauptfunktion des Herrn des potenziellen Partners besteht darin, den Helden einer Freierprobe zu unterziehen oder ihm die Heimführung des Partners zu erschweren. Diese Handlung – ebenso wie die Zuordnung seiner Familie zur Welt der Auswärtigen – lässt sich als rituelle Auseinandersetzung zwischen seiner Familie und jener des Helden interpretieren. |
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fHPPem |
moralisch falsch handelnde |
Eigentlicher |
Potenzielle Partner |
etalon |
eine männliche Person |
|
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Die Figur als falscher Herr des potenziellen Partners (fHPPem) zu qualifizieren, wenn sie nicht nur die Freierprobe einfordert, sondern darüber hinaus aktiv versucht, den Helden oder dessen Helfer zu eliminieren oder die Eheschließung mit allen Mitteln zu verhindern |
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rEOBew |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliches |
SuchOBjekt |
etalon |
eine weibliche Person |
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Der Aufenthaltsort des Zielobjektes darf sich weder in der Welt des Auftraggebers noch in jener des beauftragten Helden befinden. Es wird nicht ohne weiteres überlassen – eine Schenkung ist ausgeschlossen. Ein weiteres Identifikationsmerkmal ist die Quelle der Initiative: Die Aufforderung, das Zielobjekt zu beschaffen, geht von der auftraggebenden Figur aus. Das Zielobjekt wird in der Regel als Beute für sie bestimmt. Als typisches Beispiel gilt die Schöne im Märchen ATU 531 Ferdinand der treue… Moralisch richtige Handlung des Zielobjektes dass das Objekt sich von der Üernahme |
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rEOBgu |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliches |
ZielOBjekt |
Gut(g) |
ein Tier oder eine Sache (u) |
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Der Held wird beauftragt, ein seltenes Tier oder einen besonderen Gegenstand zu beschaffen, der einem ebenfalls ungewöhnlichen Besitzer (rEOBem/w) gehört. Moralisch richtig verhalten sich der Besitzer und sein Gut dann, wenn sie es dem Helden erschweren, sie zu erlangen. |
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rEOBem |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliches |
ZielOBjekt |
etalon |
eine männliche Person |
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Manchmal kann das Zielobjekt eine männliche Figur sein. So bestellt der Zauberer den Jüngling, der nach dem Verzehr eines von ihm gegebenen Zaubermittels bei einem kinderlosen Paar geboren wurde. Die Tochter des Zauberers verliebt sich in den Jüngling und rettet ihn durch eine magische Flucht. In diesem Fall fungiert die Tochter des Zauberers als Heldin (›rEHDew‹), ihr Vater tritt als falsch handelnder Etalon-Herr des Helden (›fHHDem‹) auf, und der Jüngling nimmt die Rolle des Zielobjekts (›rEOBem‹) ein, der bei seinem Vater als Pendant-Herr des Objekts (›rHOBpm‹) bestellt wurde |
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rHOBem |
moralisch richtig handelnde |
Herr des |
ZielOBjekts |
etalon |
eine männliche Person |
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Was bestellt und anschließend gesucht wird, ist das eigentliche Zielobjekt (›EOB‹). Handelt es sich dabei nicht um eine Person, sondern um ein Gut, so ist es als ›EOBg‹ (eigentliches Zielobjekt – Gut) zu klassifizieren. Daraus folgt automatisch, dass der Stand, den dieses Gut repräsentiert, durch eine menschliche Etalon-Figur (›EOBe‹) vertreten werden muss. Diese Rolle ist also zuerst zu identifizieren. Ist die entsprechende Instanz zudem das Familienoberhaupt – etwa die Mutter, der Vater oder deren funktionales Pendant –, dann, und nur dann, kann sie als Herr des Zielobjekts bestimmt werden. In allen anderen Fällen entspricht die betreffende Instanz der Rolle des eigentlichen Zielobjekts. |
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rJOBem |
moralisch richtig handelnde |
Junior |
ZielOBjekt |
etalon |
eine männliche Person |
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Hat das eigentliche Zielobjekt eigene Nachkommen, so übernehmen diese die Rolle des Junior-Zielobjekts. Ein Beispiel dafür ist das Kind der schlafenden Schönen im Märchentyp ATU 551 – Das Wasser des Lebens, ebenso wie die Kinder der Medea in der griechischen Mythologie. |
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rEANew |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliches |
ANtagonist |
etalon |
eine weibliche Person |
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Die Haltung des eigentlichen Antagonisten erscheint aus seiner eigenen Perspektive konsistent und ›richtig‹ – allerdings nur innerhalb der Logik seiner Welt. Alles, was dort als moralisch gut gilt, ist aus Sicht der Heldenwelt moralisch verwerflich. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Antagonisten und anderen fals handelnden Figuren besteht darin, dass der Antagonist aus eigenem Antrieb, suveren handelt und keinem fremden Auftrag folgt. Als Beispiel einer solche Figur gelten: die Hexe im Märchen ATU 303 Die zwei Brüder, der Drache aus dem Typ ATU 300 Der Drachentöter usw. |
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rJANeW |
moralisch richtig handelnde |
Junior |
ANtagonist |
etalon |
mehrere weibliche Personen |
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Der Junior-Antagonist ist der Nachfolger des eigentlichen Antagonisten. In der Regel tritt er nur selten als aktiv handelnde Figur auf. Meist erscheint er als passiver Mitläufer, der infolge der Torheit seines Vaters oder seiner Mutter selbst zum Opfer wird. In einem Märchen etwa plant ein Unhold, den bei ihm weilenden Helden und dessen Brüder zu töten. Doch der Held täuscht ihn und bringt ihn dazu, statt der Gäste seine eigenen Töchter zu schlachten. In dieser Konstellation übernimmt der Unhold die Rolle des Antagonisten, während seine Töchter als Junior-Antagonisten gelten (ATU 328 – Corvetto). |
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rEHFem |
moralisch richtig handelnde |
Eigentlicher |
HelFer |
etalon |
eine mänliche Person |
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rEHFgu |
moralisch richtig handelnde |
Eigentlicher |
HelFer |
Gut(g) |
ein Tier oder eine Sache (u) |
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Der Stand des eigentlichen Helfers (›EHF‹) wird am häufigsten durch zwei Rollen dargestellt: den Etalon-Helfer (›EHFe‹) und den Gut-Helfer (›EHFg‹). Die Rolle des Etalon-Helfers wird durch eine menschliche oder anthropomorphe Figur verkörpert. Diese begleitet den Helden auf seiner Reise und unterstützt ihn aktiv oder sie stellt ihm ein Hilfsmittel aus dem eigenen Besitz zur Verfügung. Entscheidend ist dabei, dass die helfende Instanz keiner der Familien des Helden, des potenziellen Partners, des Zielobjekts oder des Antagonisten angehört. |
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rEVMew |
moralisch richtig handelnde |
Eigentliche |
VerMittlerin |
etalon |
eine weibliche Person |
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Der eigentliche Vermittler (›EVM‹) wird durch Figuren ohne eigenständige Interessen dargestellt. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Vermittlung zwischen den Protagonisten zu gewährleisten. Neben den Anweisungen und Befehlen, denen sie für andere Protagonisten folgen müssen, besteht oft ihre Funktion auch darin, auf die von Fremden gestellten Fragen zu antworten oder diese eigenmächtig über die bestehende Krise zu informieren. |
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fEVMem |
moralisch fialsch handelnde |
Eigentlicher |
VerMittler |
etalon |
eine mänliche Person |
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Eine Figur wird zu dem falschen Vermittler ›fEVM‹, wenn sie zu Gunsten der falsch handelnden Einheimischen oder richtig handelnden Auswärtigen agiert. Häufig finden sich in dieser Rolle Diener, Berater usw., die beim Tyran beschäftigt sind. |
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